München: Alterskriminalität - ein Phänomen mit steigender Tendenz - München

München: Alterskriminalität – ein Phänomen mit steigender Tendenz – München


Statt gemütlich auf dem eigenen Sofa, verbringen manche ältere Menschen ihren Lebensabend im Gefängnis. Stefan Pohlmann erforscht, warum Alterskriminalität stetig zunimmt.

Mit einer Anzeige wegen räuberischen Diebstahls und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr endete die Flucht einer Frau vor der Polizei in Unterföhring. Das besondere an diesem Fall: Die Delinquentin war bereits 20 Mal als Ladendiebin geschnappt worden, saß ein Jahr im Gefängnis – und ist 88 Jahre alt. Dieser Fall wird in der Statistik unter Alterskriminalität auftauchen. Ein Thema, das bislang nur marginal in der Öffentlichkeit Beachtung fand, trotz steigender Tendenz. Den Psychologen Stefan Pohlmann, Professor an der Hochschule München, beschäftigen Tatverdächtige im Alter von 60 Jahren schon seit Längerem. Er und sein Forschungsteam untersuchen, warum Menschen in dieser Altersgruppe straffällig werden und was die typischen Verstöße sind.


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