Fasitenhaar - Ampel soll Kreisel entschärfen - Landkreis München

Fasitenhaar – Ampel soll Kreisel entschärfen – Landkreis München


Eine Bedarfsampel soll die Kreuzung von Ottobrunner, Ayinger, Miesbacher und Faistenhaarer Straße in Faistenhaar entschärfen, die unter anderem durch Ausweichverkehr von der Autobahn stark belastet wird. Seit 2006 bemüht man sich, die Situation in den Griff zu kriegen, die langen Staus zu verkürzen und die Unfallgefahr zu reduzieren. “Wochenends stehen die Fahrzeuge von Höhenkirchen kommend bis zur Waldstraße, von Süden kommend bis Kleinkarolinenfeld”, hat Brunnthals Bürgermeister Stefan Kern (CSU) seit Langem festgestellt.

Ihm und seinem Gemeinderat stellte das zuständige Straßenbauamt zwei Alternativen vor: neben einer bedarfsgesteuerten Ampelanlage auch einen Kreisel von 30 Metern Durchmesser. Beide würden die gleiche ordnende Wirkung auf den Verkehr erzielen. Für den Kreisel hätten der unmittelbar anliegende Pfarrer-Alt-Platz in seinem südlichen und westlichen Bereich beschnitten und dort Bäume gefällt werden müssen. Außerdem wäre der Kreisel mindestens eine Viertelmillion Euro teurer als die Ampelanlage, was die Gemeinde hätte zahlen müssen.

Für die Ampellösung sprachen außerdem ein Mehr an Verkehrssicherheit für Fußgänger und Kinder, aber auch emotionale Momente: Die Faistenhaarer Dorfgemeinschaft habe an dem Platz einen Dorfbrunnen, einen Gedenkstein für den 2007 verstorbenen Pfarrer und Brunnthaler Ehrenbürger Fritz Alt und ein Wegkreuz errichtet, warb Dritter Bürgermeister Robert Huber (Parteifreie Wählergruppe) für die Ampellösung. Der Maibaum stehe dort und der Dorfplatz sei für die Dorfgemeinschaft “von höchster Bedeutung”, sagte Huber, der selbst in Faistenhaar lebt. Sein Werben hatte Erfolg. Der Gemeinderat sprach sich gegen zwei Stimmen für die Variante “bedarfsgesteuerte Lichtsignalanlage” aus. Bis zu deren Installation werden allerdings noch mindestens zwei Jahre Planungszeit vergehen.


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